3 Tage in Barcelona: Top-Highlights, Karte & Geheimtipps

3 dny v Barceloně

Planen Sie ein verlängertes Wochenende in Barcelona? In diesem Artikel finden Sie einen detaillierten Reiseplan für 3 Tage in Barcelona, inklusive einer interaktiven Karte, die Ihnen die Planung deutlich erleichtern wird.

Nach Madrid ist Barcelona die zweitgrößte Stadt Spaniens. Dank der günstigen Flugverbindungen und der Lage nahe der französischen Grenze ist sie oft die erste Wahl für alle, die Spanien zum ersten Mal besuchen. Es ist eine riesige, kosmopolitische Metropole, die sich regelmäßig an der Spitze der meistbesuchten Orte Europas hält.

Ehrlich gesagt hat mir Madrid persönlich noch ein kleines bisschen besser gefallen. Dennoch ist Barcelona ein Ort, den man mindestens einmal im Leben erlebt haben muss.

Die Architektur von Gaudí, das Meer direkt vor der Haustür und die fantastischen Ausblicke von den umliegenden Hügeln sind starke Argumente, warum man hierher kommen und sich seine eigene Meinung bilden sollte.

In diesem Guide zeige ich Ihnen, wie Sie Ihren dreitägigen Aufenthalt in Barcelona optimal nutzen und vermeiden, vor geschlossenen Türen zu stehen. Zudem finden Sie hier praktische Tipps zu Eintrittspreisen, Öffnungszeiten und eine Karte, die Sie nach Ihren eigenen Bedürfnissen anpassen können.

Diesen Reiseplan haben wir aus eigener Erfahrung zusammengestellt. Die Tage sind so aufgeteilt, dass Sie nicht ständig quer durch die Stadt fahren müssen, die Orte logisch aufeinander folgen und Sie trotzdem genug Zeit für Pausen haben.

Dabei haben wir auch das Thema Overtourism berücksichtigt, mit dem Barcelona in den letzten Jahren zu kämpfen hat. Jeden Tag beginnen wir mit den beliebtesten Sehenswürdigkeiten, damit Sie den großen Menschenmassen entgehen, die den Besuch trüben könnten. Außerdem zeigen wir Ihnen, wie Sie beim Eintritt bares Geld sparen können.

Einige Links in diesem Artikel sind sogenannte Affiliate-Links. Sie helfen uns, diese Website zu finanzieren und alle Informationen kostenlos für Sie bereitzustellen — ganz ohne zusätzliche Kosten für Sie.

Sind 3 Tage für Barcelona ausreichend?

Barcelona ist zwar weitläufig, aber drei Tage sind genau die richtige Zeit, um die Atmosphäre aufzusaugen und das Wichtigste zu sehen.

Wenn Sie zusätzlich Ausflüge in die Umgebung (zum Beispiel nach Montserrat) planen oder mehr Zeit am Strand verbringen möchten, können Sie problemlos eine ganze Woche hier bleiben. Falls Sie mehr Zeit haben, finden Sie hier unseren Reiseplan für 4 Tage in Barcelona.

Das beeindruckende Innere der Sagrada Família mit farbigen Glasfenstern

Für die bekanntesten Highlights reichen drei Tage jedoch völlig aus. Sie werden genau das sehen, weswegen Millionen von Menschen hierher kommen: die Basilika Sagrada Família, den Park Güell, die Häuser Casa Batlló und Casa Milà, das Gotische Viertel und die Uferpromenade.

Freuen Sie sich auf die Ausblicke über die Stadt, Gaudís Architektur an jeder Ecke und Abende bei gutem Essen und Tapas.

Dieser Guide führt Sie Schritt für Schritt durch alles, was man in Barcelona in 3 Tagen sehen muss, damit Sie das Beste aus der Stadt herausholen.

WAS MAN IN 3 TAGEN IN BARCELONA SEHEN SOLLTE

Der Reiseplan für den 1. Tag:

  • Basilika Sagrada Família
  • Recinte Modernista de Sant Pau (ehemaliges Krankenhaus)
  • Arc de Triomf und Parc de la Ciutadella
  • Viertel El Born
  • La Barceloneta
3 Tage in Barcelona – Karte für den 1. Tag
Für weitere Informationen klicken Sie auf die Karte.

Vormittag: Sagrada Família

Wir starten direkt mit dem größten Symbol der Stadt. Die Sagrada Família ist das Lebenswerk von Antoni Gaudí. Sie ist wohl das berühmteste unvollendete Gebäude der Welt.

Der Bau begann bereits 1882. In diesem Jahr, 2026, jährt sich Gaudís Todestag zum 100. Mal. Genau zu diesem Jubiläum wurde der zentrale Jesus-Christus-Turm fertiggestellt. Mit 172,5 Metern ist er nun der höchste Punkt der Basilika.

Gaudí verzichtete beim Entwurf fast komplett auf gerade Linien. Das Innere der Kirche soll wie ein echter Wald wirken. Wenn Sie eintreten, sehen Sie 36 Säulen, die sich an der Decke wie Baumkronen verzweigen.

Ich persönlich war am späten Nachmittag dort. Zu dieser Zeit scheint die Sonne direkt durch die bunten Glasfenster. Das Innere leuchtet dann in allen Farben des Regenbogens. Wenn Sie Glück mit dem Wetter haben, ist es ein magischer Anblick. Aber auch vormittags, wenn die Sonne hoch steht, sind die Farben unglaublich intensiv.

Geburtsfassade der Basilika Sagrada Família in Barcelona

Derzeit sind zwei der drei Hauptfassaden bereits fertiggestellt: die Geburtsfassade und die Passionsfassade. Mittlerweile haben sich die Arbeiten auf die größte und wichtigste Seite verlagert – die Ruhmesfassade (Fachada de la Gloria). Diese wird künftig als Haupteingang der Basilika dienen.

Ich bin selbst sehr gespannt auf das Endergebnis, denn bisher wirkte dieser Teil eher wie eine leere Leinwand. Während sich die meisten Besucher an der Geburtsfassade beim kleinen Teich drängen, lassen viele diesen Bereich links liegen. Er ist einfach ein wenig versteckt seitlich hinter den Bäumen.

Doch auch wenn die Haupttürme bereits stehen, wird die endgültige Fertigstellung – inklusive der komplexen Treppenanlage – erst für 2034 erwartet.

Das Innere der Sagrada Família in Barcelona

So besuchen Sie die Sagrada Família

Die Ticketpreise variieren je nachdem, ob Sie nur die Basilika besichtigen oder zusätzlich einen der Türme besteigen möchten:

  • Basilika: Erwachsene 26 €, Kinder, Studenten und junge Erwachsene unter 30 Jahren 24 €, Senioren (über 65) 21 €. Kinder bis 11 Jahre sowie Menschen mit Behinderung (einschließlich Begleitperson) haben freien Eintritt.
  • Basilika + Turm: Erwachsene 36 €, Kinder, Studenten und junge Erwachsene unter 30 Jahren 34 €, Senioren 28 €. Begleitpersonen von Menschen mit Behinderung zahlen 10 €, für Kinder unter 11 Jahren und Menschen mit Behinderung ist der Eintritt frei.

Die Öffnungszeiten ändern sich je nach Saison. Wichtig ist, dass Sie Ihr Zeitfenster vorab online reservieren, da es vor Ort keine Kassen gibt.

  • April–September: Mo–Fr 9:00–20:00, Sa 9:00–18:00, So 10:30–20:00
  • März und Oktober: Mo–Fr 9:00–19:00, Sa 9:00–18:00, So 10:30–19:00
  • November–Februar: Mo–Sa 9:00–18:00, So 10:30–18:00

Hinweis: Ohne gültiges Ticket kommen Sie gar nicht erst nah an die Basilika heran, da das gesamte Areal weiträumig eingezäunt ist. Da es vor Ort keinen Ticketverkauf gibt, müssen Sie Ihre Karten unbedingt vorab online buchen.

Sie reservieren dabei ein bestimmtes Zeitfenster, zu dem Sie erscheinen müssen – vor Ort gibt es markierte Spuren, in die Sie sich einreihen. Nach dem Vorzeigen Ihres Ausweises und einer Sicherheitskontrolle erhalten Sie Zutritt zum Gelände.

Reservierung: Ich empfehle Ihnen dringend, die Tickets weit im Voraus zu buchen. Aktuell sind sie beispielsweise oft schon zwei Wochen im Voraus ausverkauft. Denken Sie an die Reservierung auch dann, wenn Sie Anspruch auf freien Eintritt haben.

Wir haben unsere Tickets über GetYourGuide gebucht, da man sie dort bis zu 48 Stunden vorher kostenlos stornieren kann. Über die offizielle Webseite sind die Tickets hingegen meist nicht erstattbar. Zudem lohnt sich dort ein Blick, falls die Kontingente auf der offiziellen Seite bereits vergriffen sein sollten.

Weg von der Basilika Sagrada Família zum Krankenhaus Sant Pau
Weg von der Basilika Sagrada Família zum Krankenhaus Sant Pau

Mittag: Recinte Modernista de Sant Pau

Das ehemalige Krankenhaus Sant Pau gehört zu meinen absoluten Lieblingsgebäuden in Barcelona. Überraschenderweise ist es hier bei Weitem nicht so überlaufen wie an anderen Orten, obwohl es nur etwa 10 Minuten zu Fuß von der Sagrada Família entfernt liegt.

Als ich das Bauwerk zum ersten Mal sah, konnte ich es kaum glauben: Dieser Ort voller Mosaike, Farben und goldener Kuppeln diente bis 2009 als ganz normales öffentliches Krankenhaus.

Der Komplex besteht aus 27 Pavillons und steht völlig zu Recht auf der UNESCO-Liste. Entworfen wurde er von Lluís Domènech i Montaner, einem weiteren großen Namen der katalanischen Moderne.

Recinte Modernista de Sant Pau

Falls Sie eine Pause von den großen Menschenmassen rund um Gaudís Bauten suchen, kann ich Ihnen einen Besuch in Sant Pau nur wärmstens empfehlen. Das Gelände wurde erst vor wenigen Jahren für die Öffentlichkeit zugänglich gemacht, weshalb die Atmosphäre hier viel entspannter ist. Und ich verspreche Ihnen: Der Anblick lohnt sich wirklich.

  • Öffnungszeiten: April bis Oktober 9:30–18:30 Uhr, November bis März 9:30–17:00 Uhr.
  • Eintritt: Der reguläre Preis beträgt 18 €. Ein ermäßigter Eintritt von 11,90 € gilt für Jugendliche (12–24 Jahre), Senioren ab 65 Jahren und Personen mit einer Behinderung (unter 65 %). Kostenlosen Eintritt erhalten Kinder unter 12 Jahren sowie Personen mit einer Behinderung von über 65 %.

Restaurant-Tipps rund um die Sagrada Família

Die gesamte Avinguda de Gaudí, die direkt zum Krankenhaus führt, ist gesäumt von historischen Häusern, kleinen Läden und Restaurants. Wenn Sie hier nach einem Ort zum Essen suchen, sollten Sie jedoch ein wenig aufpassen – einige Lokale sind leider klassische Touristenfallen.

Wenn Sie aber nur eine Straße weitergehen, finden Sie ein paar wirklich gute Adressen, die sich lohnen:

  • Hasta Los Andares – Ein fantastischer Ort für Tapas, nur wenige Gehminuten von der Sagrada Família entfernt. Hier geht es deutlich weniger touristisch zu und die Atmosphäre ist einfach stimmig. Es ist auch der ideale Spot für ein Glas Wein oder ein Bier am Abend (täglich von 11:00 bis 24:00 Uhr geöffnet).
  • Su Talleri – Das ist zwar ein italienisches (beziehungsweise sardisches) Restaurant, aber ich habe es trotzdem aufgenommen, weil es einfach so gut ist. Das Lokal ist eher klein, aber die Küche ist hervorragend – probieren Sie unbedingt das Tiramisu! Geöffnet ist erst ab 13:00 Uhr und es gibt eine Nachmittagspause, aber man kann hier wunderbar zu Abend essen, zum Beispiel nach dem Besuch in Sant Pau.
  • Merle Coffee – Ein stilvolles Café, in dem Sie exzellenten Specialty Coffee und kleine Snacks wie überbackene Toasts oder etwas Süßes bekommen.
Unterkünfte in Barcelona: unsere Tipps

Hinweis: Wir empfehlen nur Dienste, die wir selbst nutzen und denen wir vertrauen.

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Motel One Barcelona-Ciutadella

Stilvolle Unterkunft mit Dachterrasse und gutem Preis-Leistungs-Verhältnis. Gute Lage nahe Sehenswürdigkeiten und Meer.

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Leonardo Royal Hotel

Modernes Hotel mit Dachpool und Blick über die Stadt. Lage auf halbem Weg zwischen Flughafen und Zentrum. Guter Preis.

Nachmittag: Arc de Triomf

Unser nächster Stopp ist der Triumphbogen (Arc de Triomf). Von der Klinik Sant Pau aus nehmen Sie am besten die Buslinie V19, die Sie ohne Umsteigen direkt zum Ziel bringt. Alternativ können Sie auch die Metro nutzen, deren Station sich gleich neben dem Krankenhaus befindet.

In beiden Fällen dauert die Fahrt etwa 20 Minuten. Falls Sie die Hola BCN Card besitzen, kostet Sie die Fahrt nichts, da Sie damit die öffentlichen Verkehrsmittel unbegrenzt nutzen können.

Im Gegensatz zu vielen anderen Triumphbögen, die meist militärische Siege feiern, wurde der Bogen in Barcelona als prachtvolles Eingangstor für die Weltausstellung im Jahr 1888 errichtet. Der Architekt entschied sich für rote Ziegel im maurischen Stil.

Arc de Triomf

Das Bauwerk sticht daher schon von Weitem ins Auge und unterscheidet sich deutlich von ähnlichen Monumenten in anderen Weltstädten. Am schönsten sieht er übrigens bei Sonnenaufgang aus (siehe Fotos), wenn die Sonne direkt hinter dem Bogen aufsteigt.

Wenn Sie sich den Bogen genauer ansehen, werden Sie Statuen und Friese mit tieferer Symbolik entdecken. Barcelona wird hier als Frau dargestellt, die die Nationen willkommen heißt und Medaillen an die Teilnehmer der Ausstellung verteilt. Das gesamte Bauwerk sollte der Welt damals den wirtschaftlichen und kulturellen Aufstieg der Stadt demonstrieren.

Direkt hinter dem Bogen beginnt eine breite, gepflegte Promenade mit vielen Bänken. Es ist ein wunderbarer Ort für eine kurze Verschnaufpause, der Sie auf direktem Weg zum Parc de la Ciutadella führt.

Mehr Informationen: Reiseführer und Tipps für Barcelona – Praktische Infos zu Sicherheit, Essen & Trinken, Toiletten und weiteren persönlichen Erfahrungen.

Nachmittag: Parc de la Ciutadella

Der Arc de Triomf bildet das imposante Eingangstor zum größten Park Barcelonas, dem Parc de la Ciutadella. Sie können hier einfach wunderbar schlendern, Straßenkünstlern zuschauen oder die beeindruckenden Gebäude bewundern, darunter auch das katalanische Parlament. Falls Sie mit Kindern reisen, bietet der Park mehrere Spielplätze, und auf der Rückseite befindet sich der Zoo von Barcelona.

Sobald Sie den Park betreten, halten Sie sich links. Nach wenigen Minuten erreichen Sie den berühmten barocken Springbrunnen (Cascada Monumental), den Josep Fontseré i Mestrès gemeinsam mit dem damals noch jungen Gaudí entworfen hat.

Der Park ist bereits ab den frühen Morgenstunden geöffnet. Die Einheimischen nutzen ihn gerne für die morgendliche Laufrunde oder um mit ihren Hunden spazieren zu gehen.

Hinweis: Es wird oft verschwiegen, aber zwischen den Büschen sieht man recht viele Zelte von Obdachlosen. Sie brauchen jedoch keine Angst zu haben – man wird dort in der Regel völlig in Ruhe gelassen.

Parc de la Ciutadella

Nachmittag: El Born

El Born (La Ribera) ist ein lebendiges Viertel mit mittelalterlichen Gassen, fantastischen Restaurants, Designer-Boutiquen und einer ganz besonderen Atmosphäre.

Dieser Stadtteil hat es mir wohl am meisten angetan. Jedem, der in Barcelona ist, würde ich empfehlen, hier zumindest einen kurzen Spaziergang zu machen. Da das Viertel unmittelbar an den Parc de la Ciutadella grenzt, lässt es sich perfekt in unseren Drei-Tage-Reiseplan integrieren.

El Born

Im Born finden Sie zudem einige der besten Museen der Stadt. Das absolute Highlight ist das Picasso-Museum, das eine der weltweit größten Sammlungen des Künstlers beherbergt (Picasso selbst stiftete rund 800 seiner Werke; insgesamt sind es über 3.000).

Oder mögen Sie lieber moderne Street-Art? Dann schauen Sie im Moco Museum vorbei. Wenn Sie ein Fan von Banksy sind, kommen Sie hier voll auf Ihre Kosten. Das Moco Museum ist übrigens auch ein toller Tipp für alle, die normalerweise eher einen Bogen um Museen und klassische Kunst machen.

Das Herz des Viertels ist die Kirche Santa Maria del Mar. Im Gegensatz zu vielen anderen Sakralbauten wurde sie von den Bewohnern des Viertels selbst errichtet. Genießen Sie den wunderschönen gotischen Innenraum – gegen eine Gebühr können Sie sogar bis auf die Terrasse hinaufsteigen.

  • Eintritt: 5 € (fällig von Montag bis Samstag zwischen 10:00–18:00 Uhr und am Sonntag von 13:30–17:00 Uhr). Außerhalb dieser Zeiten ist der Eintritt frei.
  • Türme & Terrasse: Der Zugang kostet 10 €.
  • Ermäßigungen: Kostenloser Eintritt für Kinder bis 10 Jahre und Personen mit einem Behinderungsgrad ab 65 %.
  • Öffnungszeiten: Täglich von 10:00–12:00 Uhr und 17:00–20:30 Uhr.
El Born

Essen gehen in El Born

El Born ist berühmt für seine Restaurants, Tapas-Bars und Cocktail-Lounges. Hier macht man selten etwas falsch (auch wenn man oft einen kleinen „Lage-Zuschlag“ zahlt). Hier sind unsere persönlichen Tipps:

  • Puertecillo Born – Ein bekanntes Fischrestaurant mit Meeresfrüchten in sehr authentischem Ambiente.
  • CAJÚ gelato – Das meiner Meinung nach beste Gelato in der Gegend mit einem sehr sympathischen Besitzer.
  • La Pizza Del Born – Hervorragende Pizza und Empanadas zu wirklich fairen Preisen.

Am frühen Abend: La Barceloneta

Kaum eine Stadt in Europa bietet einen so direkten Zugang zum Meer wie Barcelona. Es wäre jammerschade, die Stadt zu besuchen, ohne über die berühmte Promenade rund um den Strand La Barceloneta zu schlendern.

Die Barceloneta ist ein künstlich angelegter Strand, der anlässlich der Olympischen Spiele 1992 entstand. Früher war dies ein kleines Fischerdorf, das sich nach den Spielen komplett gewandelt hat. Heute ist alles modern gestaltet und die Umgebung bietet unzählige Möglichkeiten, gut essen zu gehen.

Tipp: Der Barcelona City Pass beinhaltet die Fahrt mit dem Hop-on Hop-off Bus sowie den Eintritt in die Sagrada Família und den Park Güell.

La Barceloneta – Reiseplan für 3 Tage in Barcelona
La Barceloneta – Reiseplan für 3 Tage in Barcelona

Essen gehen rund um die Barceloneta

In der Umgebung der Barceloneta gibt es zwar unzählige Restaurants, aber man muss ehrlich sein: Da der Strand sehr touristisch ist, spiegeln die Preise oft die Lage wider – und leider nicht immer die Qualität.

Falls Sie jedoch einen wirklich schönen Ausblick und hervorragende Meeresfrüchte genießen möchten, besuchen Sie die Restaurants Salamanca oder Barceloneta. Die Preise sind hier zwar gehobener, aber Qualität und Service rechtfertigen das.

Für den schnellen Hunger zwischendurch ist La Cassola ein großartiger Ort für Essen zum Mitnehmen. Hier können Sie sich aus verschiedenen Gerichten etwas zusammenstellen lassen – zum Beispiel Kabeljau, Brathähnchen, Risotto, Röstkartoffeln oder Salate – und das Ganze dann ganz entspannt direkt am Strand genießen. Auch viele Einheimische holen sich hier ihr Essen; lassen Sie sich von einer eventuellen Schlange nicht abschrecken, es geht meist sehr fix.

La Barceloneta – Reiseplan für 3 Tage in Barcelona

Hervorragende Focaccia in verschiedenen Varianten finden Sie ganz in der Nähe bei Brutta. Es ist modern, frisch und ideal für einen Snack auf dem Weg zum Meer.

Wenn Sie sich lieber gemütlich hinsetzen möchten, empfehle ich das Casa Marina Picufi. Es ist ein familiengeführtes Restaurant in einer Seitenstraße, in dem Sie ausgezeichnete Paella probieren können.

Was klassische Tapas-Bars angeht, hat uns das Bar Jai-Ca sehr gut gefallen, das dort bereits seit über 70 Jahren existiert.

Reiseplan für den 2. Tag in Barcelona:

  • Casa Milà – La Pedrera
  • Casa Batlló
  • Plaça de Catalunya
  • Gotisches Viertel (Barri Gòtic)
  • La Rambla
  • Parc Olympic
3 Tage in Barcelona – Karte für den 2. Tag
Für weitere Informationen klicken Sie auf die Karte.

Vormittag: Casa Milà – La Pedrera

Barcelona besitzt zwei berühmte Prachtstraßen: die touristische La Rambla und die elegante Passeig de Gràcia. Für die Einheimischen ist die zweite jedoch weitaus wichtiger. Sie ist die Haupteinkaufsader der Stadt, gesäumt von luxuriösen Boutiquen und vor allem von den Meisterwerken des katalanischen Modernismus.

Unser erster Stopp ist die Casa Milà, besser bekannt unter ihrem Spitznamen La Pedrera (katalanisch für „Der Steinbruch“). Als Gaudí sie 1912 fertigstellte, löste sie eine Welle der Kontroversen aus, und die Leute verspotteten sie damals. Heute zählt sie zu den meistfotografierten Gebäuden der Welt.

Schon auf den ersten Blick fällt die wellenförmige Fassade auf, die komplett ohne scharfe Ecken auskommt und an die Kalksteinfelsen des nahegelegenen Montserrat-Gebirges erinnern soll. Die Balkone sind mit wilden Schmiedearbeiten verziert, die wie Meeresalgen wirken.

Casa Milà – La Pedrera

Das Highlight erwartet Sie jedoch ganz oben. Steigen Sie unbedingt auf das Dach mit seinen außergewöhnlichen Schornsteinen. Von dort haben Sie einen fantastischen Ausblick auf die Stadt und können direkt in der Sichtachse die Türme der Sagrada Família bewundern.

Wenn Sie sich für eine Abendführung entscheiden, ist das Denkmal zudem wunderschön beleuchtet.

Die Casa Milà war Gaudís letzter ziviler Auftrag, bevor er sich ganz dem Bau seiner Kathedrale widmete.

Casa Milà – La Pedrera

Praktische Infos für die Casa Milà

Öffnungszeiten: Je nach Saison unterschiedlich.

  • Hauptsaison: 9:00–20:30 Uhr (Nachtführung 20:30–23:00 Uhr).
  • Nebensaison: 9:00–18:30 Uhr (Nachtführung 20:40–22:00 Uhr).

Eintrittspreise: Diese variieren je nach Tag und Uhrzeit.

  • Reservierung: Der Eintrittspreis beginnt bei 25 € für Erwachsene. Da die Tickets vor Ort meist einige Euro teurer sind, lohnt es sich, die Tickets vorab online zu reservieren. Die Tickets können in der Regel bis zu 24 Stunden vorher storniert werden.
  • Ermäßigungen: 12,50 € für Jugendliche (12–17 Jahre), 19 € für Studenten, Senioren (ab 65) und Menschen mit einem Grad der Behinderung (ab 33 %).
  • Kostenloser Eintritt: Kinder unter 12 Jahren und Menschen mit Behinderung (ab 65 %).
Eixample Barcelona

Wir folgen der Prachtstraße weiter Richtung Plaça de Catalunya und erreichen nach wenigen Minuten das nächste berühmte Bauwerk: die Casa Batlló.

Vormittag: Casa Batlló

Die Casa Batlló besticht schon aus der Ferne durch ihre Farben und Glasmalereien. Ursprünglich war es ein eher langweiliges Wohnhaus, das Gaudí „beleben“ sollte. Und das ist ihm zweifellos mit Bravour gelungen.

Die geschwungene Fassade mit Mosaikglas, Keramikplatten und Steinsäulen ist nur ein kleiner Vorgeschmack auf das, was Sie im Inneren erwartet: Eine Unterwasserwelt mit wellenförmigen Wänden, Deckenmustern, die an Muscheln erinnern, und ein Dach mit kaleidoskopischen Mustern aus bunten Fliesen, die den Rücken eines erlegten Drachen darstellen.

Casa Batlló

Die Tickets sind nicht gerade günstig, aber wenn Ihnen Gaudís Architektur gefällt, werden Sie vom Inneren der Casa Batlló und dem gesamten audiovisuellen Erlebnis begeistert sein. Zumindest war ich es. 🙂

Wenn Sie sich zwischen der Casa Batlló und der Casa Milà entscheiden müssen, würde ich die Casa Batlló wählen. Die Casa Milà hat jedoch eine interessantere und vor allem geräumigere Terrasse als die Casa Batlló, wo man sich mit den anderen Besuchern etwas drängt.

Praktische Infos für die Casa Batlló

Öffnungszeiten: Täglich von 9:00–19:15 Uhr.

Der Eintrittspreis variiert je nachdem, ob Sie im Voraus buchen oder die Tickets erst vor Ort kaufen. Wir haben unsere Tickets im Voraus reserviert und ich würde das definitiv jedem empfehlen, da sie vor Ort viel teurer waren.

  • Der reguläre Eintritt beginnt bei 29 € für das Basisticket (39 € für das erweiterte Ticket) bei einer Online-Reservierung und ändert sich je nach Ankunftszeit.
  • Der ermäßigte Eintritt ab 23 € gilt für Kinder im Alter von 13–17 Jahren, Studenten und Personen mit Behinderung. Für Senioren ab 65 Jahren gilt ein ermäßigter Eintritt ab 26 €.
  • Kinder unter 13 Jahren und Begleitpersonen von Menschen mit Behinderung haben freien Eintritt (die Begleitperson holt sich das kostenlose Ticket an der Kasse ab).

Reservierung: Hier ist die offizielle Website, auf der Sie Ihre Tickets vorab reservieren können.

Casa Batlló

Ticket-Arten für die Casa Batlló

Es kommt auch darauf an, welche Ticket-Art Sie wählen – ob das Basis-Ticket „Blue“ oder das „Gold“-Ticket mit allem Drum und Dran.

Das Basis-Ticket „Blue“ reicht für die Besichtigung des Hauses und des berühmten 360°-Audiovisuellen Saals Gaudí Cube. Ein Audioguide ist im Preis enthalten, aber viele andere Dinge bleiben Ihnen verwehrt. Sie haben beispielsweise keinen Zugang zum „Drachendach“, zu den Privatgemächern der Familie Batlló oder zur Augmented Reality.

Mit dem erweiterten „Gold“-Ticket haben Sie zusätzlich zum Basis-Paket ein Tablet mit Augmented Reality dabei, sehen die Privatresidenz der Familie und gelangen vor allem auf das Dragon’s Rooftop.

Diese Tickets können jedoch Tage oder sogar Wochen im Voraus ausgebucht sein, daher ist eine Reservierung mit größerem Vorlauf absolut notwendig.

Es gibt auch noch eine Silver-Version, aber wenn ich schon einen Aufpreis zahlen würde, dann lohnt es sich, direkt zum Gold-Ticket zu greifen.

Auch die Uhrzeit Ihrer Ankunft beeinflusst den Ticketpreis. Am teuersten sind die Vormittags- bis frühen Nachmittagsstunden, in denen Sie für das Basis-Ticket gut und gerne 45 € und für das erweiterte Ticket 55 € zahlen. Meiden Sie diese Zeiten unbedingt, da dann am meisten los ist und Sie wirklich unnötig draufzahlen.

Vielleicht fragen Sie sich jetzt, warum wir die Besichtigung der Casa Batlló für den Vormittag geplant haben, wenn die Preise am höchsten sind. Keine Sorge, wir möchten natürlich nicht, dass Sie unnötig mehr bezahlen.

Der Grund ist die Tour Be the First – Morning Visit. Diese Besichtigung beginnt um 8:30 oder 8:45 Uhr morgens (je nach gewählter Zeit) und beinhaltet für den Preis eines erweiterten Tickets von 45 € alle Räume des Hauses inklusive des Dachs. Drinnen sind dann keine Menschenmassen wie zu späteren Stunden, und preislich schneidet diese Option viel besser ab als die meisten Termine im Tagesverlauf.

Man muss nur rechtzeitig reservieren, da genau diese Tickets – und die erweiterten Tickets im Allgemeinen – als Erste ausverkauft sind.

Wenn Sie noch ein paar Euro mehr sparen möchten, besuchen Sie die Casa Batlló in den frühen Abendstunden. In diesem Fall würden wir den Reiseplan für diesen Tag umdrehen.

Zuerst würden wir das Gotische Viertel und die Kathedrale besuchen, an der Uferpromenade entlangschlendern und uns gegen Abend auf die Passeig de Gràcia begeben. Die günstigsten Tickets sind jedoch meist als Erste vergriffen, daher ist auch hier frühzeitige Reservierung ratsam.

Das Innere der Casa Batlló in Barcelona
Casa Batlló

Casa Amatller

Direkt links neben der Casa Batlló steht die Casa Amatller. Im Gegensatz zur Casa Batlló verirren sich hierher weitaus weniger Touristen. Die Casa Amatller ist ein Werk des Architekten Josep Puig i Cadafalch und ist vor allem für ihre wunderschöne Fassade bekannt. Diese besteht aus mittelalterlichen Türmchen und Mandelbaumzweigen – daher auch der Name „Amatller“, was auf Katalanisch Mandelbaum bedeutet.

Die Familie Amatller war im 18. Jahrhundert für ihre Schokoladenproduktion berühmt. Im Erdgeschoss des Hauses befindet sich das Schokoladengeschäft Faborit, wo Sie eine heiße Amatller-Schokolade mit Churros und Melindros (und weiteren Snacks) genießen können. Sie können das Geschäft auch ohne Eintrittskarte besuchen – und die Schokolade ist wirklich hervorragend.

  • Öffnungszeiten: Täglich von 10:00–19:00 Uhr.
  • Eintrittspreis: Der reguläre Eintritt kostet 21 €, der ermäßigte Preis beträgt 17 € für Senioren über 65 Jahre und Menschen mit Behinderung. Für Kinder und Jugendliche im Alter von 8–25 Jahren kostet der Eintritt 14 € (Kinder unter 8 Jahren haben freien Eintritt).

Wir setzen unseren Weg die Prachtstraße hinunter fort und kommen an mehreren weiteren schönen Gebäuden vorbei, wie der Casa Mulleras und ein Stück weiter unten der Casa Malagrida (beide auf der rechten Seite).

Casa Amatller barcelona

Vormittag: Plaça de Catalunya

Die Plaça de Catalunya ist das Herzstück Barcelonas und bildet die Schnittstelle zwischen der Altstadt und dem eleganten Viertel Eixample. Hier treffen die zwei bekanntesten Straßen der Stadt aufeinander – die La Rambla und die Passeig de Gràcia. Am Platz finden Sie mehrere Einkaufszentren, viele Geschäfte und Cafés.

Sie können sich hier einfach auf eine Bank setzen und das geschäftige Treiben beobachten. Rund um den Platz stehen sechs Skulpturengruppen, welche die vier katalanischen Hauptstädte sowie die Weisheit und die Arbeit darstellen. Abgesehen davon gibt es hier jedoch nicht allzu viel zu sehen, weshalb wir zügig weiterziehen.

Wenn Sie Hunger haben, können Sie im El Nacional Barcelona essen gehen – ein sehr stilvoller und bekannter Ort, an dem sich gleich mehrere Restaurants und Bars befinden. Geöffnet ist dort von mittags bis spät in die Nacht.

Plaça de Catalunya

Später Vormittag: Das Gotische Viertel (Barri Gòtic)

Am Vormittag ist es höchste Zeit, in das Gotische Viertel (Barri Gòtic) aufzubrechen, in dem wir einen großen Teil des Tages verbringen werden. Das Barri Gòtic war früher von Stadtmauern umgeben und bildete während der Römerherrschaft sowie später im Mittelalter das Zentrum der Stadt.

Obwohl es bereits 2.000 Jahre alt und somit das älteste Viertel Barcelonas ist, stammen viele Gebäude hier aus dem 19. und 20. Jahrhundert. Typisch für das Gotische Viertel sind die engen, gepflasterten Gassen und viele historische Winkel, in denen man sich buchstäblich in der Zeit zurückversetzt fühlt.

Die Gassen sind oft voller Touristen, doch wenn Sie am frühen Morgen vorbeischauen, treffen Sie fast nur Einheimische, die ihre Hunde ausführen.

Unsere Tipps, was man im Barri Gòtic sehen sollte (die Orte sind in der Reihenfolge von der Plaça de Catalunya aus aufgeführt):

Das Wandgemälde „The World Begins with Every Kiss“

Das Wandgemälde „The World Begins with Every Kiss“ (oft einfach als „Kiss of Freedom“ bezeichnet) entstand im Jahr 2014 zum 300. Jahrestag der katalanischen Kapitulation im Spanischen Erbfolgekrieg. Auf den ersten Blick erkennt man einen Kuss, aber gehen Sie unbedingt näher an das Bild heran.

Es besteht nämlich aus vielen kleinen Fotokacheln, die von Einheimischen eingesendet wurden. Die Aufgabe war es, darzustellen, was Freiheit für die Katalanen bedeutet.

Das Gemälde ist etwas versteckt, aber man findet es leicht. Stellen Sie sich mit dem Rücken vor die Kathedrale von Barcelona und überqueren Sie den Platz leicht nach links in Richtung des Betongebäudes mit den Picasso-Zeichnungen.

Sie werden es zwischen den anderen historischen Häusern auf den ersten Blick erkennen. Gehen Sie an dem Betongebäude vorbei durch die Gasse bis zum Wandgemälde, das sich hinter dem Außenbereich eines Restaurants befindet.

Mehr Inspiration: Haben Sie mehr Zeit? Hier finden Sie unseren Reiseplan für 4 Tage in Barcelona.

Kiss of Freedom Barcelona

Kathedrale von Barcelona

Das Gotische Viertel wird von der Kathedrale von Barcelona dominiert, dem Sitz des Erzbischofs – daher auch die Bezeichnung Kathedrale. Sie ist somit die einzige Kathedrale in Barcelona. Die Einheimischen nennen sie „La Seu“ (katalanisch für „Der Sitz“).

Der Bau der Kathedrale von Barcelona begann bereits im 4. Jahrhundert und dauerte mit Unterbrechungen bis ins 13. Jahrhundert an. Dank dieser langen Entstehungszeit mischen sich hier verschiedene Stile – von frühchristlichen Fundamenten über romanische Elemente und die gotische Fassade bis hin zu den Glasmalereien der Renaissance und des Modernismus.

Eines der interessantesten Details ist der Kreuzgang, in dem eine Schar weißer Gänse lebt. Diese werden hier bereits seit dem Mittelalter traditionell gehalten – als Symbol der Reinheit und zu Ehren der Heiligen Eulalia, der Schutzpatronin der Kathedrale.

Praktische Infos zur Kathedrale
  • Eintritt: 16 € für alle Personen über 12 Jahre und 8 € pro Kind im Alter von 3 bis 12 Jahren.
  • Öffnungszeiten: Montag bis Freitag 9:30–18:30 Uhr, Samstag und an Feiertagen 9:30–17:15 Uhr, Sonntag 14:00–17:00 Uhr (letzter Einlass jeweils 45 Minuten vor Ende der Öffnungszeit).

Auch wenn der Eintrittspreis hoch erscheinen mag, sind im Preis der Besuch der Kirche, des Museums sowie der Aufstieg auf das Dach der Kathedrale enthalten.

Kathedrale von Barcelona

Plaça de Sant Felip Neri

Die Plaça de Sant Felip Neri ist ein kleiner Platz, der einen tief beeindruckt. Man gelangt über eine schmale Gasse von der Kathedrale dorthin – man geht auf der rechten Seite der Kathedrale entlang und biegt rechts ab, bis man zu einem kleinen Platz mit einer Barockkirche gelangt.

An den Wänden sehen Sie Spuren von Bomben aus dem Bürgerkrieg, die hier Dutzende Menschen töteten (vor allem Kinder, die hier Zuflucht suchten).

Plaça del Rei

Durch eine schmale Gasse gelangen Sie hinter die Kathedrale, wo Sie links zur Plaça del Rei abbiegen. Auf dem Platz befindet sich das MUHBA (Historisches Museum von Barcelona), wo Sie im Rahmen einer Besichtigung in den Untergrund hinabsteigen können. Hier verbirgt sich die alte römische Stadt Barcino, die einst an der Stelle des heutigen Barcelonas stand.

barri gotic barcelona

El Pont del Bisbe

Kehren Sie von der Plaça del Rei zurück hinter die Kathedrale und folgen Sie den engen Gassen bis zur Brücke El Pont del Bisbe, die zwei Gebäude in der Straße Carrer del Bisbe miteinander verbindet. Durch die Gasse gelangen Sie auf den offenen Platz Plaça de Sant Jaume, wo die katalanische Regierung und das Rathaus von Barcelona ihren Sitz haben.

Plaça Reial

Die Plaça Reial ist ein weiterer wunderschöner Platz im Barri Gòtic, dessen Name übersetzt „Königlicher Platz“ bedeutet. Er ist bekannt für seine neoklassizistischen Säulen und Bögen sowie für den Brunnen der Drei Grazien in der Mitte, der von zwei von Gaudí entworfenen Laternen flankiert wird.

Plaça Reial

Nachmittag: La Rambla

Die La Rambla ist eine 1,2 km lange Fußgängerpromenade, die das Gotische Viertel säumt und es vom Stadtteil El Raval trennt.

Da sie nur einen Katzensprung vom Barri Gòtic entfernt liegt, können Sie hier einen kurzen Abstecher zum Markt La Boqueria machen, wo Sie eine riesige Auswahl an Essensständen finden. Der Markt versteckt sich zwischen den Häusern (von der Plaça de Catalunya kommend etwa auf halber Strecke der La Rambla auf der rechten Seite), übersehen werden Sie ihn aber bestimmt nicht.

Der Markt ist sehr touristisch, trotzdem ist er einen Besuch wert – zum Beispiel für etwas Obst, einen Smoothie und Ähnliches.

Und was lässt sich zur La Rambla selbst sagen? Aus meiner Sicht ist sie einer der Orte in Barcelona, der seinem Ruf wirklich nicht gerecht wird. Jede Menge Stände mit Krimskrams, kaum ein Durchkommen und null Atmosphäre.

La Rambla Barcelona

Da Sie aufgrund der Lage aber sowieso hier durchlaufen werden, habe ich Ihnen unten ein paar Sehenswürdigkeiten zusammengestellt, die Sie hier finden:

Sehenswertes auf der La Rambla

Wenn Sie Fußballfan sind (und nicht zu Real Madrid halten wie mein Mann), sollten Sie sich den Brunnen Canaletes gleich am Anfang der La Rambla nicht entgehen lassen.

Mit dem Ort ist eine schöne Tradition verbunden: Direkt am Brunnen hatte früher die Zeitung El Sol ihren Sitz, und während der Spiele des FC Barcelona versammelten sich hier die Fans, weil die Zeitung die Ergebnisse als Erste verkündete. Wann immer Barça einen großen Titel gewinnt, kommen die Fans der Überlieferung nach genau hierher zum Feiern.

Zu den weiteren Highlights auf der La Rambla zählen das historische Opernhaus Gran Teatre del Liceu sowie ein Mosaik im Boden des Künstlers Joan Miró in seinen typischen Farben (Schwarz, Weiß, Rot, Gelb und Blau).

Weitere Inspirationen: Hier ist unser Drei-Tage-Reiseplan für London (+ Karte und praktische Tipps).

Wo essen rund um die La Rambla?

Direkt auf der La Rambla würde ich kein einziges Restaurant empfehlen. Eines hat sogar einmal den zweifelhaften Titel des schlechtesten Restaurants Spaniens „gewonnen”.

Eine deutlich bessere Wahl ist auf jeden Fall das Gotische Viertel, wobei Sie hier damit rechnen müssen, dass die Restaurants überwiegend auf Touristen ausgerichtet sind. Wenn Sie den kleinen Aufschlag nicht stört, finden Sie hier aber wirklich gute Restaurants und Tapas-Bars.

Hier sind ein paar unserer Tipps, wo Sie richtig gut essen – egal, ob Sie sich in Ruhe hinsetzen oder lieber etwas auf die Hand möchten:

Als Erstes fällt mir das Café PUFF ein (hier ihr Instagram). Es liegt an einer Ecke unweit der Plaça Reial. Sie bekommen hier sehr guten Kaffee, etwas Süßes dazu und vor allem hervorragende Sandwiches. Sie kosten um die 5 € und sind wirklich ordentlich belegt – sie machen also auch zum Mittagessen satt.

Wenn Sie die typische Atmosphäre des Gotischen Viertels suchen, besuchen Sie die Tapas-Bar La Alcoba Azul (offizielle Website). Es ist ein eher kleines Lokal mit Steinmauern und gedämpftem Licht.

Ähnlich auch die Tapas-Bar Ziryab, die regionale Zutaten mit Aromen aus dem Nahen Osten und Nordafrika kombiniert – ein angenehmes Fusion-Restaurant mit freundlichem Service. Es empfiehlt sich, vorab einen Tisch zu reservieren.

Barri Gotic

Zum Brunchen ist das Bistro Milk eine ausgezeichnete Adresse (sie machen hervorragende Eggs Benedict). Auf etwas Süßes können Sie ins Magnolia Café einkehren (Lage hier). Sie haben ausgezeichnete Kuchen und einen sehr freundlichen Service – ideal, um nachmittags die Akkus wieder aufzuladen. Das Café ist winzig, aber wirklich gemütlich.

Und weil wir in Spanien sind, dürfen Churros natürlich nicht fehlen. Im Xurreria Laietana bekommen Sie eine der besten Varianten in ganz Barcelona (genaue Lage hier).

Wir haben hier auf dem Weg zum Palau de la Música Catalana eine Pause eingelegt. Diesen Palast haben wir zwar erst am nächsten Tag auf dem Programm, aber wenn Sie Zeit haben, können Sie auch jetzt schon vorbeischauen. Vom Gotischen Viertel sind es nur ein paar Gehminuten (dazu gleich mehr).

Barri Gotic

Früher Abend: Rambla de Mar

Wir gehen die La Rambla in Richtung Meer hinunter, vorbei am Kolumbus-Denkmal (gegen Gebühr kann man auf die Aussichtsplattform hinauffahren), bis wir den Port Vell (Alten Hafen) erreichen, wo Sie über die Hafenpromenade Rambla de Mar schlendern können.

Es gibt hier Bänke, schöne Sitzgelegenheiten und am Ende der Promenade ein Einkaufszentrum, hinter dem sich das Aquarium Barcelona befindet – eines der besten in Europa.

Rambla de Mar
Rambla de Mar

Früher Abend: Port Olímpic

Der Port Olímpic hat mir besonders gut gefallen, weil er einen angenehmen Kontrast zum historischen Zentrum bildet. Außerdem führt eine lange Promenade vom Strand La Barceloneta bis hierher. Ich bin auch früh am Morgen hier entlangspaziert, da war die Atmosphäre sogar noch schöner.

Dieser moderne Hafen wurde für die Olympischen Spiele 1992 errichtet. Er liegt zwischen den Stränden Barceloneta und Nova Icària und verwandelt sich abends in eine lebhafte Küstenpromenade.

Der Port Olímpic ist berühmt für seine moderne Architektur – allen voran für die markanten Zwillingstürme und die ikonische Skulptur „Peix d’Or” von Frank Gehry, die an einen schimmernden Fisch erinnert.

In der Umgebung des Hafens lassen wir unseren zweiten Tag in Barcelona ausklingen – mit Blick auf den Sonnenuntergang und einem Spaziergang am Strand.

Port Olympic
Port Olympic

Reiseplan für den 3. Tag in Barcelona:

  • Park Güell
  • Palau de la Música Catalana oder Casa Vicens
  • Plaça d’Espanya (Spanischer Platz)
  • Montjuïc
3 Tage in Barcelona – Karte für den 3. Tag
Für weitere Informationen klicken Sie auf die Karte.

Vormittag: Park Güell

Der Park Güell liegt am nördlichen Stadtrand Barcelonas im Stadtteil Gràcia auf einem Hügel – ein kleiner Aufstieg lässt sich also nicht vermeiden. Wer Kräfte sparen möchte, dem empfehle ich den Bus Nr. 24, der vom Zentrum aus fast bis zum oberen Eingang fährt. Sobald Sie in der Nähe des Parks sind, finden Sie sich problemlos zurecht – einfach den anderen Besuchern folgen, die in dieselbe Richtung strömen (oder den Wegweisern).

Ursprünglich war der Park als luxuriöses Wohnviertel für die Familie Güell und weitere wohlhabende Familien geplant. Das ganze Projekt endete jedoch in einem Fiasko, weil die Elite Barcelonas keine Lust hatte, aus dem Zentrum wegzuziehen. Der Park blieb unvollendet und wurde 1922 für die Öffentlichkeit zugänglich gemacht.

Während der Eintritt jahrzehntelang kostenlos war, kommen Sie heute ohne Online-Reservierung nicht mehr hinein. Die Tickets sind oft mehrere Tage im Voraus ausverkauft, vor Ort welche zu kaufen, hat also keinen Sinn. Wahrscheinlich würden Sie es gar nicht erst in den schönsten Teil schaffen – und das wäre wirklich schade.

Park Güell

Das Gelände gliedert sich in die monumentale Zone mit Gaudís Werken, die zum UNESCO-Welterbe gehört, sowie einen bewaldeten Bereich. Direkt am Eingang werden Sie von der berühmten Skulptur der bunten Echse und den märchenhaften Häuschen mit „Zuckerguss” begrüßt (es gibt mehrere Eingänge zum Park).

Im Park selbst verbergen sich weitere Highlights wie die riesige Säulenhalle, die an einen versteinerten Wald erinnert, oder die Terrasse mit den geschwungenen Mosaikbänken. Von hier aus haben Sie den wohl ikonischsten Blick über Barcelona, mit der Sagrada Família im Hintergrund.

Tagsüber und besonders zum Sonnenuntergang sind hier aber unglaublich viele Menschen unterwegs – deshalb haben wir den Besuch gleich auf den Vormittag gelegt. Hier lohnt es sich, früh aufzustehen, auch wenn schon morgens einiges los sein wird.

Wenn Sie sich dafür interessieren, wie der Architekt gelebt hat: Mitten im Park steht ein rosafarbenes Haus, in dem der berühmte Künstler einst wohnte.

Wie kommt man zum Park Güell?

Bus: Wenn Sie nicht den steilen Hügel hinaufsteigen möchten, nutzen Sie die Linie 24, die direkt von der Plaça de Catalunya im Zentrum abfährt (genaue Lage der Haltestelle hier). Sie bringt Sie bis zur Haltestelle Ana María Matute, die nur einen Steinwurf vom oberen Eingang des Parks entfernt liegt. Von dort aus geht es eigentlich nur noch sanft bergauf zum östlichen Zugang. Rechnen Sie ab der Plaça de Catalunya insgesamt mit etwa 40 Minuten inklusive des Wegs zum Eingang.

Metro: Die nächstgelegenen Stationen sind Lesseps oder Vallcarca an der grünen Linie L3.

  • Von Lesseps: Ich empfehle den Weg über die Avinguda del Santuari de Sant Josep de la Muntanya, wo in den steilsten Abschnitten Außen-Rolltreppen installiert sind. Trotzdem erwartet Sie ein etwa 15- bis 20-minütiger Aufstieg.
  • Von Vallcarca: Der Weg ist ähnlich lang und auch hier gibt es Rolltreppen.

Tipp: Wenn Sie die Hola-BCN-Karte haben, gilt sie sowohl für die Metro als auch für die erwähnten Busse – Sie müssen sich also nicht mit zusätzlichen Tickets herumschlagen.

Park Güell
Park Güell

Praktische Informationen für den Besuch des Park Güell

Öffnungszeiten variieren je nach Saison: In der Hauptsaison von April bis Oktober ist von 9:30 bis 19:30 Uhr geöffnet (letzter Einlass), in der Nebensaison von November bis März können Sie den Park von 9:30 bis 17:30 Uhr besuchen (letzter Einlass).

Der Eintritt beträgt 18 € für alle ab 13 Jahren. Ein ermäßigter Eintritt von 13,50 € gilt für Kinder im Alter von 6–13 Jahren, Senioren ab 65 Jahren sowie Begleitpersonen von Menschen mit Behinderung.

Freien Eintritt haben Kinder bis 7 Jahre und Menschen mit Behinderung (bei einem Behinderungsgrad ab 65 % ist auch die Begleitperson kostenfrei).

Reservierung: Reservieren Sie die Tickets unbedingt vorab, denn aktuell sind sie zum Beispiel drei Wochen im Voraus ausverkauft. Hier ist der Link zur offiziellen Website, über die Sie Ihre Tickets reservieren können.

Die Tickets sind nicht erstattbar, und Sie müssen zur gewählten Uhrzeit erscheinen, die Sie bei der Reservierung angegeben haben (max. 30 Minuten danach, sonst verfällt das Ticket).

Falls die Tickets auf der offiziellen Website ausverkauft sind, bleiben Drittanbieter als Alternative. Prüfen Sie aber lieber vorab, bei wem Sie reservieren und ob es sich um einen seriösen Anbieter handelt. Wir haben über GetYourGuide gebucht, weil die Tickets auf der offiziellen Website bereits weg waren.

Wo essen rund um den Park Güell?

Für den Besuch des Park Güell sollten Sie etwa 2 Stunden einplanen. Die Mittagszeit rückt näher, also legen wir vor dem nächsten Programmpunkt eine Pause im Bar Casi für ein leckeres Essen ein. Es ist kein Ort für ausgedehntes Verweilen, eher zum Sattwerden und Weiterziehen.

Geöffnet ist bereits ab dem Morgen, und das Lokal liegt auf dem Weg zur Metrostation Lesseps (etwa auf halber Strecke mit einem kleinen Abstecher) – nach dem Essen können wir also gleich mit der Metro zurück ins Zentrum fahren.

Das Restaurant ist sehr lokal geprägt und für knapp 16 € haben wir ein 3-Gänge-Menü inklusive Getränk bekommen. Hier ist ihr Instagram, falls Sie mehr erfahren möchten. Die genaue Lage haben wir in der Karte am Anfang des Artikels markiert.

Unterkünfte in Barcelona: unsere Tipps

Hinweis: Wir empfehlen nur Dienste, die wir selbst nutzen und denen wir vertrauen.

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Hotel Acta Voraport

Modernes Hotel in ruhiger Lage mit Dachpool und schönem Blick auf Barcelona (nur wenige Minuten vom Strand).

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Hotel Ronda House

Angenehmes Hotel zu einem guten Preis im Zentrum. Sauber, freundliches Personal und in Gehweite zu den meisten Sehenswürdigkeiten.

Mittagszeit: Palau de la Música Catalana

Wir steigen in die grüne Metrolinie L3 oder noch besser in den Bus V17 ein (die Haltestelle ist direkt neben dem Eingang der Metrostation Lesseps) und fahren ins Zentrum zum Palau de la Música Catalana. Egal ob Sie sich für die Metro oder den Bus entscheiden – im Zentrum sind Sie in 20 Minuten.

Der Palau de la Música Catalana ist ein Werk des Architekten Lluís Domènech i Montaner und der einzige Konzertsaal der Welt auf der UNESCO-Liste, der ohne künstliches Licht auskommt. Sobald Sie eintreten, verstehen Sie auch, warum.

Palau de la Musica Catalana

Den gesamten Saal beherrscht eine riesige farbige Glaskuppel an der Decke, die das Tageslicht auf eine Art und Weise einlässt, dass sich die Farben im Inneren je nach Sonnenstand draußen verändern.

Das Gebäude ist sowohl außen als auch innen unglaublich verziert – überall finden sich Mosaike, Skulpturen und Glasfenster.

Wenn Ihnen der Modernismus in Gaudís Ausführung schon wild vorkommt, ist das hier noch einmal eine Stufe darüber. Werfen Sie unbedingt einen Blick auf den berühmten Balkon mit den bunten Säulen – ein wunderbares Detail, das man von der Straße aus fast übersehen würde.

  • Öffnungszeiten: Führungen sind täglich von 9:00 bis 15:30 Uhr verfügbar. Konzerte haben einen eigenen Spielplan.
  • Eintritt: Der reguläre Eintritt beträgt 20 €, der ermäßigte Eintritt 10 € für Menschen mit einer Behinderung unter 65 % (+ Begleitperson, sofern angegeben). Freien Eintritt haben Kinder bis 10 Jahre und Menschen mit einer Behinderung über 65 % (+ Begleitperson, sofern angegeben).
  • Reservierung: Sie können wählen zwischen einer Besichtigung mit Audioguide oder einer geführten Tour, die zwar ein paar Euro teurer ist, dafür aber Zutritt zu sonst nicht zugänglichen Räumen bietet.
Palau de la Musica Catalana

Variante 2: Casa Vicens

Möchten Sie noch mehr von Gaudí sehen? Dann machen Sie sich auf den Weg zur Casa Vicens.

Dieser Ort fällt den meisten Barcelona-Besuchern wahrscheinlich nicht als Erstes ein, aber mir hat es hier sehr gut gefallen.

Wussten Sie, dass die Casa Vicens das allererste Werk Gaudís ist? Sie ist lebendig, verspielt und weist einen starken maurischen Einfluss auf. Im Eintrittspreis ist auch der Aufstieg auf das Dach enthalten. Die Aussicht ist zwar nicht so spektakulär wie von der Sagrada Família oder dem Park Güell, aber dennoch ein schöner Ort.

Casa Vicens

Generell sind in der Casa Vicens deutlich weniger Menschen unterwegs als bei den anderen Gaudí-Bauten. Sie kommen hier schneller durch als zum Beispiel in der Casa Batlló, dafür steht Ihnen aber auch keine Gruppe im Nacken, die auf das nächste Foto wartet.

  • Öffnungszeiten: Von April bis Oktober ist von 9:00 bis 20:00 Uhr geöffnet, von November bis März von 9:30 bis 18:00 Uhr.
  • Eintritt: Der reguläre Eintritt beträgt 22 €, der ermäßigte Eintritt 20 € gilt für Studierende im Alter von 12–29 Jahren, Senioren ab 65 Jahren und Menschen mit Behinderung. Freien Eintritt haben Kinder bis 12 Jahre und Begleitpersonen von Menschen mit Behinderung.
  • Reservierung: Nicht notwendig, andererseits können Sie mit einer Reservierung direkt zum Eingang durchgehen. Hier ist die offizielle Website der Casa Vicens.

Wie kommt man zur Casa Vicens?

Die Casa Vicens liegt nur 20 Gehminuten vom Park Güell entfernt. Vom Park aus gehen Sie hinunter zur Metrostation Lesseps und folgen dann der Hauptstraße weiter bis zur Casa Vicens.

Von der Metrostation sind es nur 5 Gehminuten, und unterwegs können Sie eine Pause zum Essen im Coco Social House einlegen. Es ist ein toller Ort für einen Brunch oder einen kleinen Snack. Sie bekommen hier Toasts, Eier, Pfannkuchen oder belegte Brote (hier ist die Speisekarte).

Nachmittag: Plaça d’Espanya

Nur ein paar Minuten vom Palau de la Música Catalana entfernt steigen Sie in die rote Metrolinie L1 und fahren bis zur Station Espanya. Die Fahrt mit der Metro dauert nur wenige Minuten. Wenn Sie von der Casa Vicens kommen, fährt hier die grüne Metrolinie L3 (Station Fontana, von dort geht es leicht bergab). Die Fahrt dauert etwa 13 Minuten.

Die Plaça d’Espanya (Spanischer Platz) ist einer der wichtigsten Verkehrsknotenpunkte der Stadt. Sie entstand anlässlich der Weltausstellung von 1929, und ihr Wahrzeichen ist die ehemalige Stierkampfarena Las Arenas. Stierkämpfe sollten Sie hier heute allerdings keine mehr erwarten – das Gebäude wurde zu einem modernen Einkaufszentrum umgebaut.

Plaça d’Espanya
Plaça d'Espanya

Tipp: Wenn Sie den Platz aus der Vogelperspektive sehen möchten, gehen Sie auf die Aussichtsplattform direkt auf dem Dach der Arena. Wir sind innen über die Rolltreppen hinaufgefahren – alternativ können Sie auch den verglasten Außenaufzug an der Gebäudeseite nehmen (kostet 1,50 €). Der Blick auf die Stadt und die Bergsilhouette des Montjuïc ist von hier oben einfach klasse.

Vom Platz aus geht es dann weiter Richtung Torres Venecianes – zwei venezianischen Türmen, die wie ein symbolisches Tor zum Hügel Montjuïc wirken. Dieser Hügel ist so weitläufig, dass man hier problemlos einen ganzen Tag verbringen könnte.

Plaça d'Espanya

Nachmittag: Nationalmuseum (MNAC) und der Magische Brunnen

Das erste Gebäude, das Ihnen mit seiner Monumentalität sofort ins Auge sticht, ist das Nationalmuseum für Katalanische Kunst (MNAC). Es beherbergt eine der größten Sammlungen romanischer Kunst weltweit.

Und auch wenn Sie in unserem Drei-Tage-Reiseplan vermutlich keine Zeit für eine ausführliche Innenbesichtigung haben werden, lohnt es sich, zumindest die Treppen vor dem Museum hinaufzusteigen. Genau von hier aus hat man nämlich den schönsten Blick auf die ganze Prachtstraße mit ihren Türmen und auf den Berg Tibidabo in der Ferne.

Direkt unterhalb des Museums liegt der Magische Brunnen (Font Màgica), bei dem jahrzehntelang die berühmte Licht- und Wasserspielshow stattfand.

Hinweis: Aufgrund der Dürre in Katalonien und der Wasserprobleme war der Brunnen seit 2023 mehrere Jahre außer Betrieb. Die Lage ändert sich zwar laufend, aber die Show findet weiterhin nur eingeschränkt statt. Prüfen Sie vor der Reise lieber den aktuellen Stand auf der offiziellen Website.

Aktuell soll die Lichtshow um 21:00 Uhr und anschließend um 21:30 Uhr stattfinden – aber prüfen Sie das lieber vorab. Bis dahin können Sie die Zeit problemlos auf dem Montjuïc verbringen. Wie das geht, zeigen wir Ihnen gleich.

Mehr Inspiration: Hier ist unser Drei-Tage-Reiseplan für Rom (+ Karte und praktische Tipps).

Nationalmuseum (MNAC) und der Magische Brunnen
Nationalmuseum (MNAC) und der Magische Brunnen

Nachmittag: Festung Montjuïc

Die Festung und Burg Montjuïc thront ganz oben auf dem Gipfel des Hügels. Ursprünglich stand hier im 17. Jahrhundert nur ein kleiner Wachturm, doch nach mehreren Kriegen wurde er zu der heutigen massiven Festungsanlage ausgebaut.

Die Geschichte der Burg ist düsterer, als es auf den ersten Blick scheint – lange Zeit diente sie als Militärgefängnis. Heute ist sie aber vor allem ein Ort mit einer atemberaubenden 360°-Aussicht auf Barcelona und den Frachthafen.

Im Eintrittspreis sind auch der Zugang zu den Dauer- und Sonderausstellungen enthalten.

  • Öffnungszeiten: Von März bis Ende Oktober ist von 10:00 bis 20:00 Uhr geöffnet, im Rest des Jahres von 10:00 bis 18:00 Uhr.
  • Eintritt: Der reguläre Eintritt beträgt 12 €, freien Eintritt haben Kinder bis 16 Jahre und Menschen mit Behinderung (+ Begleitperson, sofern angegeben).
  • Wer sparen möchte: Jeden Sonntag nach 15:00 Uhr ist der Eintritt für alle frei (genauso wie am ersten Sonntag des Monats).

Wie kommt man zur Festung Montjuïc?

Vom Brunnen aus erreichen Sie die Burg in etwa 35 Minuten. Der Anstieg ist ziemlich knackig, aber unterwegs liegen wunderschöne Gärten, in denen Sie eine Pause einlegen können.

Die bessere Option ist trotzdem der Bus Nr. 150 (mit der Hola-BCN-Karte im Preis enthalten), der nur einen Steinwurf vom Brunnen entfernt hält (Haltestelle hier). In knapp 20 Minuten steigen Sie direkt an der Festung aus. Die Gärten können Sie dann auf dem Rückweg nach unten durchstreifen und dabei weitere Ausblicke auf Barcelona genießen.

Die dritte Möglichkeit ist die Seilbahn Telefèric de Montjuïc. Sie startet an der Station Parc Montjuïc und bringt Sie bis zur Festung hinauf. Auf dem Weg nach oben hält sie nicht, auf dem Weg nach unten können Sie aber an zwei weiteren Stationen aussteigen.

Zur Seilbahn gelangen Sie von der Metrostation Paral·lel (hier halten die Linien L2 und L3). In der Metro folgen Sie der grünen Beschilderung zur Standseilbahn, für die der gleiche Tarif gilt wie für den restlichen Nahverkehr in Barcelona (Sie können die Hola BCN nutzen).

Mit der Standseilbahn gelangen Sie zur unteren Station der Gondelbahn, wo Sie dann ein gesondertes Ticket zum Sondertarif lösen müssen. Die teurere Variante – aber die Aussicht ist es allemal wert. Der Nachteil: In der Saison werden Sie hier mit hoher Wahrscheinlichkeit in einer Schlange stehen (und auch der Vorab-Kauf der Tickets schützt nicht davor).

Es gibt auch eine historische Seilbahn, die jedoch vom Strand La Barceloneta aus startet (und die Schlangen sind dort um diese Zeit noch länger).

Tipp: Die Barcelona Essentials Pass beinhaltet die unbegrenzte Nutzung des Nahverkehrs und den Eintritt zu den 2 beliebtesten Attraktionen Barcelonas – Sagrada Família und Park Güell.

Wie kommt man zur Festung Montjuïc

Früher Abend: Poble Espanyol

Das Poble Espanyol ist ein weiterer Ort, den Sie auf dem Montjuïc finden. Es handelt sich um ein Architekturmuseum und Freilichtmuseum, das ein typisches spanisches Dorf nachstellt. So sehen Sie an einem einzigen Ort die unterschiedlichsten Regionen aus ganz Spanien.

Der Ort wurde für die Weltausstellung in Barcelona im Jahr 1929 errichtet, doch er wurde so beliebt, dass man ihn anschließend erhalten hat.

  • Anfahrt zum Poble Espanyol: Es liegt am Fuße des Hügels Montjuïc, etwa 10 Gehminuten von der Plaça d’Espanya entfernt (Metrolinien L1, L3). Bis zum Eingang bringt Sie auch der Bus Nr. 150 von der Plaça d’Espanya.
  • Öffnungszeiten: Montag: 10:00–20:00 Uhr, Dienstag bis Sonntag: 10:00–00:00 Uhr.
  • Eintritt: Der reguläre Eintritt beträgt 13,50 € für alle ab 13 Jahren, der ermäßigte Eintritt 9 € für Kinder im Alter von 4–12 Jahren. Vor Ort sind die Tickets etwas teurer.
  • Reservierung: Nicht notwendig, aber zu einem besseren Preis können Sie hier reservieren.
Poble Espanyol

Wie bewegt man sich in Barcelona fort?

Barcelona hat eines der besten öffentlichen Verkehrsnetze Europas. Die meisten Sehenswürdigkeiten im Zentrum liegen zudem in fußläufiger Entfernung – für längere Strecken (etwa zum Park Güell) leisten Ihnen Metro oder Bus aber gute Dienste.

Vom Flughafen El Prat ins Zentrum von Barcelona

Eine Möglichkeit, vom Flughafen El Prat ins Zentrum zu gelangen, sind die blauen Aerobús-Busse. Sie bringen Sie in 35 Minuten direkt zur Plaça de Catalunya.

Eine günstigere Option ist der Zug R2N (vom Terminal T2) oder die Metrolinie L9 (von den Terminals T1 und T2). Für die Metro vom Flughafen gelten nicht die normalen Tickets – Sie müssen ein spezielles Flughafen-Aufschlagsticket kaufen.

Öffentlicher Nahverkehr in Barcelona

Das meistgenutzte Verkehrsmittel ist die Metro (sauber, klimatisiert und schnell), ergänzt durch ein dichtes Bus- und Straßenbahnnetz.

In den Bussen können Sie direkt mit Bankkarte oder Handy am Terminal beim Fahrer kontaktlos zahlen. In der Metro funktioniert dieses System bislang allerdings noch nicht auf allen Linien – an der Schranke müssen Sie ein gültiges Ticket vorweisen, das Sie am Automaten kaufen (Bezahlung mit Bargeld oder Karte möglich).

Wenn Sie planen, häufiger zu fahren, lohnt sich das T-casual-Ticket (10 Fahrten) oder die Touristenkarte Hola BCN.

Taxi, Uber und Bolt

Die klassischen schwarz-gelben Taxis sehen Sie in Barcelona an jeder Ecke. Sie funktionieren zuverlässig, fahren nach Taxameter, und die Kartenzahlung ist Standard. Wenn Sie lieber Apps nutzen, sind hier auch Uber und Bolt verfügbar – ihre Verfügbarkeit kann aber aufgrund lokaler Regulierungen zeitweise eingeschränkt sein.

Oft ist die App Free Now die beste Lösung: Darüber rufen Sie genau diese klassischen lizenzierten Taxis oder einen Uber zu einem klar festgelegten Preis (sie funktioniert hier besser als zum Beispiel die Uber-App selbst).

Weitere Informationen: Hier finden Sie unseren Reiseführer für Barcelona (Flughafen, Verkehrsmittel und weitere nützliche Tipps).

Wo übernachten in Barcelona?

Wir waren im Motel One Barcelona-Ciutadella untergebracht. Wir haben es vor allem wegen der Lage gewählt, die einfach großartig war.

Morgens konnten wir bei Sonnenaufgang am Triumphbogen entlangspazieren, durch das Viertel El Born schlendern, und in 20 Minuten waren wir am Strand, wo um diese Zeit nur die Einheimischen unterwegs waren. Das Hotel liegt direkt gegenüber dem Parc de la Ciutadella, und auch Bus und Metro halten in der Nähe.

Meistens werden Sie den Nahverkehr aber gar nicht brauchen, weil Sie viele Orte zu Fuß erreichen. Die Unterkunft selbst ist stylisch, sauber und vor allem zu einem guten Preis mit Blick auf die Lage.

Ubytování v Barceloně
Der Ausblick von unserer Unterkunft im Motel One Barcelona-Ciutadella.

Hier sind ein paar weitere Tipps mit gutem Preis-Leistungs-Verhältnis:

Modernes Hotel mit Pool und guter Anbindung

Hotel Acta Voraport – Ein modernes Hotel in ruhiger Lage mit Dachpool und einem wunderschönen Blick über Barcelona.

Das Hotel ist außerdem hervorragend angebunden (10 Gehminuten zum Strand und zur Metro, eine Bushaltestelle direkt um die Ecke, mit dem Taxi 25 Minuten vom Flughafen).

Reichhaltiges Frühstück, Klimaanlage und in der Umgebung jede Menge Geschäfte und Restaurants.

Guten Preis-Leistungs-Verhältnis (+ Pool)

Leonardo Royal Hotel – Dieses Hotel liegt in einem modernen Viertel in der Nähe des Messegeländes Fira, auf halbem Weg zwischen Flughafen und Zentrum.

Es ist ein neuerer Stadtteil weiter vom Strand entfernt, gerade deshalb bietet er aber ein ausgezeichnetes Preis-Leistungs-Verhältnis (das Hotel ist oft weit im Voraus ausgebucht).

Es verfügt über eine Dachterrasse mit Pool, Klimaanlage und ein reichhaltiges Frühstück. Mit dem Taxi sind Sie in 15 Minuten am Flughafen und in 20 Minuten im Zentrum. Metro und Busse halten ganz in der Nähe, sodass die Verbindungen ausgezeichnet sind – zur Plaça d’Espanya kommen Sie mit dem Bus in 15 Minuten und in einer halben Stunde sind Sie am Stadion Camp Nou.

Hotel zu einem guten Preis im Zentrum

Hotel Ronda House – Wenn Sie ein angenehmes Hotel im Zentrum suchen, von dem aus Sie den Nahverkehr kaum brauchen werden, schauen Sie sich diese Unterkunft an.

Sie ist sauber, hat einen guten Preis und das Personal ist sehr nett. In fußläufiger Entfernung liegen das Gotische Viertel, El Born, die Casa Batlló sowie die Strandpromenade.

Ubytování v Barceloně
Hotel Acta Voraport – modernes Hotel in ruhiger Lage mit Dachpool und schöner Aussicht.
Hotel Ronda House – Hotel zu einem guten Preis im Zentrum.

Sparen in Barcelona: Touristenkarten

Wenn Sie nach Möglichkeiten suchen, beim Erkunden Barcelonas zu sparen, sind Touristenkarten eine Option. Es kommt aber darauf an, was Sie besichtigen möchten, denn nicht immer bringen sie Ihnen tatsächlich eine Ersparnis.

1. Barcelona Pass

Der Barcelona Pass ermöglicht Ihnen den freien Eintritt zu mehr als 35 Attraktionen in der Stadt. Zu den beliebtesten enthaltenen Sehenswürdigkeiten zählen die Sagrada Família (mit Führung), der Park Güell (mit Führung), die Casa Batlló, das Aquarium und der Zoo, Bootsfahrten und Hop-on-Hop-off-Busse.

Die Karte kann entweder für eine bestimmte Anzahl an Tagen oder nach der Anzahl der Attraktionen, die Sie besuchen möchten, gekauft werden. Mehr zur Karte erfahren Sie hier auf der offiziellen Website.

2. Barcelona Card

Die Barcelona Card beinhaltet den freien Eintritt zu mehr als 25 Museen in Barcelona, Vergünstigungen bei weiteren Attraktionen und die unbegrenzte kostenlose Nutzung des öffentlichen Nahverkehrs in der ganzen Stadt.

Die Barcelona Card eignet sich vor allem für alle, die mehr Zeit in Museen und Galerien verbringen und gleichzeitig den Nahverkehr bequem nutzen möchten. Mehr zur Barcelona Card erfahren Sie hier.

Mehr zu den Unterschieden zwischen Barcelona Pass und Barcelona Card finden Sie in unserem separaten Artikel mit Tipps, wie man in Barcelona spart.

Weitere Touristenkarten in Barcelona:

  • Der Barcelona Essentials Pass beinhaltet die unbegrenzte kostenlose Nutzung des Nahverkehrs und den Eintritt zu den 2 beliebtesten Attraktionen Barcelonas – Sagrada Família und Park Güell.
  • Der Barcelona City Pass bietet eine Fahrt mit dem Hop-on-Hop-off-Bus und Eintritt in die Sagrada Família und den Park Güell. Alles können Sie an einem Ort reservieren.
La Barceloneta
La Barceloneta

Das war unser Reiseplan, wie man Barcelona in 3 Tagen genießt. Haben Sie eine Frage? Wir beantworten sie gerne in den Kommentaren unten.

Gute Reise und ¡Buen viaje! 🇪🇸

Weitere Informationen zu Barcelona

Über Barcelona haben wir eine ganze Reihe von Artikeln voller Tipps und praktischer Hinweise geschrieben. Falls Sie eine Reise planen, hier sind unsere weiteren Empfehlungen:

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